Wetten, dass du dich noch keine müde Sekunde deines langweiligen Lebens mit der Frage beschäftigt hast, wie man mit LEBENDEN TOTEN fertig wird? Wie man sich auf die Zombie-Apokalypse sinnvoll vorbereitet? Solltest du aber, empfehlen unsere Verschwörungs-Experten Alexa und Alexander Waschkau. Die Zeit könnte knapp werden.

Hand aufs Herz: Bist du auf die Zombie-Apokalypse vorbereitet? Auf eine Epidemie, durch die sich Heerscharen von Toten wieder erheben und in grenzenloser Gier auf die Lebenden losgehen, um sie zu verspeisen? Auf den unweigerlich darauf folgenden Zusammenbruch unserer gesellschaftlichen Ordnung, Pünderung von  Geschäften auf der Suche nach Vorräten (die Horrorversion eines Sommerschlussverkaufs gewissermaßen), auf eine Welt, in der Städte zu tödlichen Fallen werden und nur noch das Recht des Stärkeren gilt oder zumindest desjenigen, der über ein ausreichend großes Waffenarsenal verfügt und sich sowohl gegen die Untoten als auch übergriffige lebende Menschen verteidigen kann?

Lass uns raten. Die Antwort lautet: nein! Sie könnte ebenso gut lauten: „Bitte, worauf?“ oder „Wollt ihr mich verar…?“ Nahezu 100 Prozent aller Menschen in Deutschland sind nämlich keineswegs auf besagte Katastrophe vorbereitet. Wie so oft sind uns die Vereinigten Staaten von Amerika in diesem Punkt weit voraus. Bereits seit 2011 informieren die „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) der amerikanischen Regierung über die Zombie-Apokalypse. Dabei ist das CDC nicht irgendeine Behörde, sondern mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Deutschland vergleichbar. Zentrales Aufgabengebiet beider Einrichtungen ist die Beschäftigung mit und Prävention gegen Infektionskrankheiten. Sucht man allerdings auf den Seiten des deutschen RKI nach Verhaltensmaßregeln im Falle eines Angriffs durch Zombiehorden, wird man nicht fündig.

Sind die Amerikaner also verrückt? Ist das CDC über Gen-Experimente in unterirdischen Geheimlabors auf amerikanischem Boden informiert? Über Experimente, die – sollten ihre Ergebnisse diese Labore verlassen – eben genau so etwas wie die Zombie-Apokalypse hervorbringen würden? Die vom Japaner Shinji Mikami erdachte Videospielreihe „Resident Evil“ baut auf genau diesem Szenario auf und hat es in den vergangenen 20 Jahren zu unzähligen Fortsetzungen, Real- und Animationsfilmen gebracht. Ist das Zufall? Oder sind Mikami entsprechende Geheimdokumente der Amerikaner in die Hände gefallen?

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Durch die äußerst erfolgreiche Fernsehserie „The Walking Dead“, die seit 2010 ausgestrahlt wird und auf einer Comicserie von Robert Kirkman und Tony Moore basiert, ist das Zombieszenario inzwischen auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In der Serie kämpfen einige Menschen auf US-amerikanischem Boden und inmitten von Horden wankender Untoter einen hoffnungslosen Kampf ums Überleben. War die Konzeption der Serie ein weiterer Schritt, um die amerikanischen Bürger auf die unmittelbare Gefahr durch das Zombievirus hinzuweisen?

Zoonotische Infektionen

Ein Artikel, der 2015 in dem renommierten Fachjournal The BMJ (ehemals British Medical Journal) erschien, scheint genau das nahezulegen. Da ist von bereits belegten Ausbrüchen verschiedener Zombieviren in verschiedenen Teilen der Welt die Rede, von den Bemühungen, Quarantänestationen einzurichten, das Virus zu erforschen und einen Impfstoff zu entwickeln. Auch der Verlauf der Epidemien wird skizziert. Die Autorin Tara C. Smith ist Ärztin und auf die Erforschung von zoonotischen Infektionen spezialisiert, das heißt auf Krankheiten, die durch Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze oder andere biologische Einheiten (z. B. Prionen) von Tieren auf Menschen übertragen werden können.

Man könnte meinen, der Artikel, verfasst von einer Forscherin mit hervorragendem Ruf, veröffentlicht in einer der wichtigsten medizinischen Fachzeitschriften, sei der Beweis dafür, dass die Welt bereits mehr als einmal vor dem Abgrund der Zombie-Apokalypse stand und eine derartige Katastrophe jederzeit wieder geschehen kann. Doch wie genau bereitet man sich denn jetzt auf einen Angriff durch Zombies vor? Bei Vampiren kennen wir uns gut aus: Holzpflöcke, Knoblauch, Silberkreuze zusammensuchen und schon ist man gegen den nachtaktiven Unhold gewappnet. Im Falle der Zombie-Apokalypse sieht die Sache schon komplizierter aus.

Schauen wir in die Empfehlungen des CDC: „Zunächst einmal sollten Sie eine Notfall-Ausrüstung in Ihrem Haus haben. Dazu gehören Dinge wie Wasser, Nahrung und andere Materialien, die Sie durch die ersten paar Tage bringen, bevor Sie ein zombiefreies Flüchtlingslager ausfindig machen können (im Falle einer Naturkatastrophe wird ihnen diese Ausrüstung helfen, die Zeit zu überbrücken, bis sie es in eine Notunterkunft geschafft haben oder die Versorgungsleitungen wiederhergestellt sind). Hier sind ein paar Gegenstände, die Sie in Ihrer Ausrüstung haben sollten. Für eine vollständige Liste besuchen Sie die CDC-Notfallseite im Internet.

• Wasser (1 Gallone – circa 3,8 Liter – pro Person und Tag)
• Nahrung (lagern Sie unverderbliche Lebensmittel, die Sie regelmäßig essen)
• Medikamente (sowohl verschreibungspflichtige als auch rezeptfreie)
• Werkzeuge und Geräte (Multifunktionsmesser, Klebeband, batteriegetriebenes Radio usw.)
• Hygieneartikel (Haushaltsbleiche, Seife, Handtücher usw.)
• Kleidung und Bettzeug (einen kompletten Satz Wechselkleidung für jedes Familienmitglied und Decken)

Weitere überlebenswichtige Tipps der Autoren gibt es im Buch „The Hoax-Files, Band 2: Gefährliche Tote“ (JMB-Verlag, Hannover, 14,95 Euro) und natürlich in der aktuellen Ausgabe von „Bock!“.

Hoax-Files

(Vielen Dank an Johannes „Beetlebum“ Kretzschmar für die wie immer sensationellen Illustrationen!)